Einsatzstatus

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Brand des "Stammhauses"

Zum Brand des Stammhaus finden wir zwei Berichte, die wir Ihnen hier gerne zu Verfügung stellen:

5050Bild04Auszug aus der Festschrift zu 125 Jahre Feuerwehr Riegel:

Um 14.28 Uhr, am Dienstag, 16. Juli 1991 wurde die Riegeler Feuerwehr alarmiert: das Stammhaus brennt! 'Bereits um 14.33 Uhr, fünf Minuten nach Alarmierung traf die erste Löschgruppe der FFW Riegel am Brandort ein, an dem sich auch bereits Kommandant Klaus Brüchle befand. 14.36 Uhr konnte mit der Brandbekämpfung begonnen werden. Der Kommandant stand zu dieser Zeit bereits über Funk mit dem Kreisbrandmeister in Verbindung; 14.35 und 14.42 Uhr wurden die Endinger und Emmendinger Feuerwehr zusätzlich alarmiert. Eine riesige Rauchsäule hatte sich entwickelt, die Hinterseite des Gebäudes mit seinen Holzkonstruktionen brannte bereits unter Abstrahlung äußerster Hitzewirkung lichterloh. Eine ältere Bewohnerin konnte über das Dach eines Brauereifahrzeuges von Mitbürgern gerade noch gerettet werden. Die Personennachsuche ergab, daß keine weiteren Menschen sich im Stammhaus befanden. Im Gebäude Asberg 2, das vom Asberg aus noch nicht vom Feuer angegriffen erschien, ergab die Personennachsuche, daß es im Gebäude ebenfalls in allen Räumen, die dem Stammhaushof zugewandt waren, brannte. Inzwischen war die gesamte Riegeler Wehr im Einsatz, ebenfalls die Stützpunktwehren Endingen und Emmendingen.

Da an eine Rettung des Stammhauses und der unmittelbar zugehörigen Gebäudeteile nicht zu denken war, wurde das Feuer auf seinen Herd beschränkt und die anliegenden Gebäude vor einem Umsichgreifen des Brandes zusammen mit den Feuerwehrkameraden aus Teningen und Emmendingen geschützt. Etwa siebzig Feuerwehrleute waren mit ihren Löschfahrzeugen im Einsatz. Die Riegeler Wehr war insgesamt, da die Nachlöscharbeiten und die Kühlung der Brandmauer zur Bierniederlage noch die ganze Nacht andauerten, dreißig Stunden im Einsatz. Die gesamte Einsatzdauer erstreckte sich bis Freitagnachmittag, also über drei Tage, da in den Trümmern immer wieder kleinere Brände entstanden. Der Gebäudekomplex des Stammhauses und das Gebäude Asberg 2 waren vollständig ein Raub der Flammen geworden und mußten abgerissen werden. Der Gesamtschaden belief sich nach damaligen Schätzungen auf weit über eine Million Mark. Elf Riegeler Bürger haben durch das Großfeuer mit ihren sieben Wohnungen, Hab und Gut eingebüßt. Nur Glück und Umsicht bewirkten, daß bei dem Brand sowohl von den Bewohnern als atlch den Einsatzkräften niemand Verletzungen oder den Tod erlitt. Lob erhielten Kommandant und Wehr für ihre Arbeit und ihre gute Koordinationsleistung von Kreisbrandmeister Ringwald, Stützpunktkommandanten Engelbert Kläger aus Endingen sowie von Alois Ziser dem Kommandanten der Emmendinger Wehr. Besonders bewährt hatte sich die Jugendfeuerwehr in diesem Einsatz. Heute noch ist das Areal des inzwischen abgebrochenen Stammhauses, seiner Nebengebäude und des Asberg 2 ein abgetragenes Ruinenfeld, das uns an den schrecklichen Tag dieser Katastrophe erinnert, das aber bald, wie alle Riegeler hoffen, nach zweimaliger Zerstörung zwar in neuer Form, aber unter Erhalt seiner äußeren historisch gewachsenen Gegebenheiten unserem Ort wieder sein typisches Aussehen verleihen wird.

5050Bild82 aAuszug aus dem Riegeler Allmanach:

Am 16. Juli 1991, einem schönen, heißen Sommertag mit blitzblauem Himmel, brach kurz nach 14 Uhr an der Rückseite der Gaststätte "Stammhaus Meyer" ein Feuer aus. Verursacht wurde es wahrscheinlich von zündelnden Kindern. Die Flammen breiteten sich mit unwahrscheinlicher Schnelligkeit aus und so stand nach kürzester Zeit der Dachstuhl in seiner ganzen Länge in Brand. Die Männer der freiwilligen Feuerwehr Riegel wurden sofort herbeigerufen, ebenso die Wehren aus Endingen und Emmendingen; auch das Rote Kreuz und die Poliiei waren bald in großer Zahl zur Stelle. Aber noch vor deren Eintreffen breitete sich das Feuer rasend schnell im ganzen Stammhaus aus, wie auch im angrenzenden Haus in der Kehnerstraße.Man konnte nur noch hoffen und beten, daß keine Menschen  mehr im Haus sind. Plötzlich entdeckte ein junger Mann von der gegenüberliegenden Straßenseite aus, daß auf dem Balkon im  ersten Stock eine alte Dame hilflos hin und her lief, die offenbar keinen Ausweg mehr hatte. Voller Verantwortungsbewußtsein rannte er über die Straße, kletterte mutig  am Haus hoch auf den Balkon, rief einen Lastwagen der Brauerei· herbei, der dann unter den Balkon fuhr und mit vereinten Kräften retteten die Männer der 82-jährigen Dame das Leben.
Als ich kurz nach halb drei Uhr in der Apotheke gegenüber ankam, brannte alles schon lichterloh; aus den Fenstern schlugen riesige Flammen, es knisterte, krachte und zischte und über allem stand eine große, dunkle Rauchwolke. Über 70 Feuerwehrmänner versuchten mit allen Mitteln, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Häuser zu verhindern, was ihnen schließlich auch gelang. Es ist fast ein Wunder, daß nicht viel mehr Häuser ein Raub der Flammen wurden. Wenn nur etwas Wind aufgekommen wäre - der ganze Ortskern hätte durch die große Hitze und Funkenflug in  Brand gesteckt werden können! Es war schwierig genug, in den engen Straßen mit den großen Löschfahrzeugen und der Endinger Drehleiter zu arbeiten, wobei dann auch noch eine große, sensationsgierige Menschenmenge behindernd im Weg herumstand oder herumlief - hätte nur jeder 100 Mark Strafe zahlen müssen! Es wäre viel zusammengekommen, um den Geschädigten zu helfen. Elf Menschen haben ihre gesamte Habe und ihr Zuhause verloren, blieben aber fast unverletzt. Sie wurden erstmal von Bekannten und Verwandten aufgenommen. Gegen Abend war das Feuer unter Kontrolle, aber es bestand erhebliche Einsturzgefahr für die Giebel und Kamine; sie wurden deshalb von einem Kran noch abends "umgelegt". Auch weiterhin bestand aber die Gefahr erneuter Brände durch Brandnester, die immerwieder gelöscht werden mußten. Wie schon während des Brandes, zeigte die Jugendfeuerwehr enormen Einsatz auch bei der Brandwache in den Tagen und Nächten danach. Es war leider eine echte "Feuerprobe" für sie. Ein großer - nicht nur materieller - Verlust entstand durch die Zerstörung des Stammhauses. Das denkmalgeschutzte Haus wurde im 18. Jahrhundert gebaut und war das Stammhaus der Brauerei Meyer, der es bis heute gehört. 1816 hatte Sylvester Meyer das Haus gekauft; sein Sohn Wilhelm verlegte dann 1838 den Brauereibetrieb vom heutigen Gasthof "Kopf" in das Stammhaus, bis 1876 die neue Brauerei gebaut  wurde. Hoffentlich entsteht beim Wiederaufbau ein ebenso ansehnliches Gebäude, wie es das alte "Stammhaus Meyer" im Herzen Riegels gewesen ist.

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